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GUDRUN KAITNA–ENGEL
* GMÜND ⁄ N.Ö., LEBE + ARBEITE IN WIEN
AUFGEWACHSEN IN WIEN, vielseitig interessiert
STUDIUM DER ARCHITEKTUR ⁄ TU WIEN, 2 J STUDIUM MUSIK ⁄ KLAVIER ⁄ KONSERVATORIUM WIEN
ASSISTENTENTÄTIGKEIT TU WIEN ⁄ INST. F. ZEICHNEN+MALEN 1984–86
ASSISTENTENTÄTIGKEIT TU WIEN ⁄ LEHRAUFTRAG ⁄ INST. F. GEBÄUDE–LEHRE 1991–98
ATELIER FÜR BAUKUNST 1990–2000: EINFAM. HÄUSER (PUBLIKATION BGLD. ⁄ ACHLEITNER), WETTBEWERBE, WOHNUNGS-UMBAUTEN, DACHBÖDEN, INTERIEURS; seit 1982 MITARBEIT + ZUSAMMENARBEIT MIT ARCH:BÜROS (z. B. WR. SECESSION-UMBAU ETC.)
2002–2005 KINDERPROJEKTE: Mondomob, Paradiexs, Palastyx etc.
2005 INST. F. STRUKTURELLEN HUMOR, Institutsvorstand
SEIT 1995 ALS BILDENDE KÜNSTLERIN TÄTIG mehr und mehr
(BILDER, OBJEKTE, DESIGN, THEORIE)


Ausstellungen + Aktionen
1995 – "ART INTEGRO" ⁄ Fa.Thonet ⁄ Stoffobjekte
1998 – "KUNST AM STADTRAND" Stadtteilzentrum Simmering⁄ Stoffobjekte
2000⁄2003 – Vorstand "P*O*.P–Museum" Ausstellungsbet.: "PAPERS", "TRAFFIC", "SUPERMARKET"
2000 – "SOHO OTTAKRING"⁄ Objektserie
2002 – Einzelausstellung Bilder ⁄ Club D&A Schönbeck
2002 – "SOHO OTTAKRING"⁄ Objektserie
2002 – P*O*P* Südbhf.Bet. ⁄ Lackdesign Bänke
2003 – WR. SÜDBAHNHOF Bilder+Objekte
2004 – "FRAU" ⁄ WindspielGalerie Ausstellungsbet.
2004 – WANDFRIES "Schöpfung" ⁄ GLORIETTE EISENSTADT ⁄ 30 m x 85 cm
2005 – "URBAN" ⁄ Intakt–Bet., Galerie am Park, Bild+Objekt–Serie
2005 – "NUDE" ⁄ WindspielGalerie Bet. ⁄ Bilder
2005 – IMPLANTAT ⁄ GARTENOBJEKT "Eden-Erde-Hölle", Privatbesitz
2005 – INTAKT⁄Gal. am Park, Bet. "Urban", Bild+Objektserie
2005 – CITY MOBILE Stadtzimmer aus Dosen ⁄ 6TER-SINN-"Querspektiven"⁄ Kunst im öff. Raum
2006 – "WAHRE WERTE" Künstlerhaus Wien ⁄ Bet., Doseninstallation "Alternativ"
2006 – SOHO ⁄ Intakt-Bet. ⁄ Bildserie+Objekt+Raum-Installation
2006 – Catedral ⁄ Bilder ⁄ Einzelausstellung
2006 – Teppichdesign–Serie
2007 – "IMMOMENT" Burg Güssing Einzelausstellung ⁄ Bilder+Objekte
2007 – INTAKTgalerie ⁄ WUK Einzelausstellung, Bilder+Objekte "1-malig"
2008 – Raumtheoret. Beitrag "Architektur+Sehnsucht" > Buch "raum, anschaulich", [ -de`A- ]
2008 – "CITRART" Schloß Schönbrunn ⁄ Seminarzentrum Bemalung Wandlamellen
2008 – Intakt ⁄ Bet. Ausstell. Amerlinghaus "Blauer Montag", Bild 80 x 120 Acryl
2009 – Intakt ⁄ Bet. Ausstell. Budapest "InterCity", Objekt bemalt "Waggon"
2009 – Einzelausstellung + Vortrag "Nahsicht" TERRA HOMINIBUS Wien
2009 – Bilder "EinWeitesLand" + Gedichte ⁄ O. Brusatti + Musik ⁄ M. Wagner, Gal. Am Hundsturm
2010 – Intakt ⁄ Bet. Ausstell. Gal. TIME „beflügelt“ Bilder
2010 – Intakt ⁄ Bet. Ausstell.“WienIstWeiblich“ Semperdepot Fahne
2010 – Intakt ⁄ Bet. Ausstell. Bratislava, Piestany Bildobjekt „HerzFallAb“
2010 – Porträts-Serie, > Privatbesitz
2011 – Einzelausstell. „ErdeSterne-II“ Gal.time ⁄ Zeitkunst Bilder + Installation
2011 – Intakt ⁄ Bet. Ausstell. Kabelwerk Wien, 3 Bilder(> I. Bachmann)
2012 – NeueWienerWerkstätteshowroom – Bet. Ausstell.10 Bilder
2012 – Projekt „SOLARTREE“ Skulpturprojekt


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Angelika Romauch, Kunsthistorikerin
Gudrun Kaitna–Engel's Bilderzählungen spielen vor oder in symbolisch–naturalistisch anmutenden Landschaftskonstruktionen, die durchsetzt sind mit architektonischen Abbreviaturen. Das Medium der Collage, das sie anwendet, erlaubt die simultane Darstellung mehrerer Erzählebenen. Unterschiedliche Bildelemente werden wie Bühnenkulissen neben– und übereinander geschoben. Es entstehen Erzählräume und Erzählmomente, die – in sich abgeschlossen – seriell beliebig fortgesetzt werden können. Die Verschränkung von Ort und Zeit zu einer Einheit sei – so bemerkte Michail Bachtin 1989 – typisch für den künstlerischen Chronotopos. "Im künstlerischen Chronotopos verschmelzen räumliche und zeitliche Merkmale zu einem sinnvollen und konkreten Ganzen. Die Zeit verdichtet sich hierbei, sie zieht sich zusammen und wird auf künstlerische Weise sichtbar; der Raum gewinnt an Intensität, er wird in die Bewegung der Zeit, des Sujets, der Geschichte hineingezogen. Die Merkmale der Zeit offenbaren sich im Raum und der Raum wird von der Zeit mit Sinn erfüllt und dimensioniert."
Um dieses theoretische Gedankengebilde auf die Bilder von Gudrun Kaitna–Engel zu transferieren: Es findet sich in ihren Arbeiten ein immer wiederkehrender Ort, der zeitliche Prozesse reflektiert, der Chronotopos Natur, den die Künstlerin als stets wandelbare und veränderbare Schöpfung empfindet. Zeit manifestiert sich hier in Spuren und Schnitten, in Verfremdungen und Verwandlungen, im permanenten Bruch der Symbolik.